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	<description>Das grösste Antiquariat für Trivialliteratur in Zürich, Schweiz</description>
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		<title>Scar Night &#8211; Eine Chronik der Kettenwelt</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 15:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drachenmagier</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Campbell]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Kettenwelt Chroniken]]></category>
		<category><![CDATA[Scar Night]]></category>

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		<description><![CDATA[Alan Campbell verblüfft in seinem dreibändigen Deepgate Codex (Deutsch: Kettenwelt Chroniken) vor allem mit seinen Ideen: Noch nie war Dark Fantasy derart düster und bedrückend, derart verrückt und verdreht wie in dieser Trilogie. Der Autor hält sich nicht zurück, das ist sicher. Und es passiert einem beim Lesen nicht selten, dass man sich fragt, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alan Campbell</strong> verblüfft in seinem dreibändigen <strong>Deepgate Codex</strong> (Deutsch: Kettenwelt Chroniken) vor allem mit seinen Ideen: Noch nie war <strong>Dark Fantasy</strong> derart düster und bedrückend, derart verrückt und verdreht wie in dieser Trilogie.</p>
<p>Der Autor hält sich nicht zurück, das ist sicher. Und es passiert einem beim Lesen nicht selten, dass man sich fragt, was er wohl geschluckt hatte, als er diese Seiten schrieb.  Doch was immer es war, ich hoffe es werden noch mehr Autoren danach greiffen: Das Ergebnis ist faszinierend und kettet einem wortwörtlich an das Buch.</p>
<p>Die Welt, in welcher die Stadt Deepgate steht oder eher hängt, ist alles andere als einladend: Vor tausenden von Jahren beschloss die Göttin des Lichts und der Barmherzigkeit, die Lebewesen von Deepgate wie auch ihre Kinder &#8211; Götter wie Hasp, Cospinol oder Menoa &#8211;  seien des Himmels nicht würdig und verschloss kurzerhand dessen Pforten.</p>
<p>Seit diesem Tag gibt es nur noch das Diesseits und die Hölle. Tote müssen sofort entsorgt werden: Die Seelen, die aus den Labyrinten der Hölle fliehen können, nutzen jede Gelegenheit um wieder unter den Sterblichen zu wandern. Auch wenn das heisst, dass sie sich einem eigentlich toten Körper bemächtigen müssen.</p>
<p>Das erste Buch erzählt fast nur von Geschehnissen in Deepgate selber: Eine Stadt, die an gewaltigen Ketten über einem bodenlos erscheinenden Abgrund hängt. Spine &#8211; die Assassinengilde der Kirche &#8211; und die Kirche selber regieren mit eiserner Hand und immer wieder zieht Carnival, ein wahnsinniger und blutrünstiger Engel, durch die Strassen.</p>
<p>Inmitten von all dem lebt Dill, ein lebendes Symbol für die Macht der Kirche von Deepgate, ein Engel, der nicht weiss wie er Schwert oder Flügel verwenden muss und doch beides in seiner Zukunft benötigen wird.</p>
<p>Alan Campbell, geboren in Schottland, Falkirk, und studierte Computer Wissenschaften an der Universität von Edinburgh.  Er war unter anderem beim Design und der Programmierung von Games wie Grand Theft Auto beteiligt bevor er begann Bücher zu schreiben. Da soll noch jemand sagen, dass Videospiele kein guter Einfluss sind. <img src='http://www.sammelpunkt.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Englisch</strong>: Bei BanTam Books erschienen unter dem Namen <strong>&#8220;Deepgate Codex&#8221; (Scar Night, Iron Angel, God of Clocks)</strong></p>
<p><strong>Deutsch</strong>: Bei Goldmann erschienen unter dem Namen <strong>&#8220;Die Kettenwelt-Chroniken&#8221;. (Scar Night, Devil&#8217;s Night, Blood Night).</strong></p>
<p>Die Serie ist mit drei Bänden abgeschlossen. Es gibt noch eine Vorgeschichte zu diesem Codex. Der HC-Band von Lye Street ist jedoch nur auf Englisch erschienen und inzwischen vergriffen.</p>
<p>Wer nach dieser Serie noch mehr von Alan Campbell lesen will: Seine Gravedigger Chronicles sind in Arbeit und der erste Band &#8220;Sea of Ghosts&#8221; sollte im April 2011 erscheinen. Ich jedenfalls habe den schon vorbestellt.</p>
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		<title>Es war einmal&#8230;. Chinesische und japanische Legenden in Manga und Anime</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 15:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drachenmagier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Dragon Ball]]></category>
		<category><![CDATA[Gensomadensaiyuki]]></category>
		<category><![CDATA[Journey to the West]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Manga]]></category>
		<category><![CDATA[Toriyama]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus einem Stein, der seit Anbeginn der Zeit existiert, entsteht ein Lebewesen, gottgleich, mit erstaunlischen Kräften. Auch wenn nur wenige von diesen ersten Worten einer der berühmtesten chinesischen Legenden wissen, so kennen doch viele die daraus resultierende Geschichte: Die Reise von vier ungleichen Gefährten in den Westen. Die Geschichte stammt von einem annonymen Autoren, wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Dragon Ball Manga Nr. 27" src="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/comics-taschenbuch/dragon-ball.jpg" alt="Dragon Ball Manga Nr. 27" width="128" height="200" />Aus einem Stein, der seit Anbeginn der Zeit existiert, entsteht ein Lebewesen, gottgleich, mit erstaunlischen Kräften. Auch wenn nur wenige von diesen ersten Worten einer der berühmtesten chinesischen Legenden wissen, so kennen doch viele die daraus resultierende Geschichte: Die Reise von vier ungleichen Gefährten in den Westen.</p>
<p>Die Geschichte stammt von einem annonymen Autoren, wurde während der Ming Dynastie, um 1590, herausgegeben und ist hundert Kapitel lang. Diese hundert Kapitel wurden in vier Teile aufgeteilt, wobei sich der erste hauptsächlich mit der <strong>Entstehung des Affenkönigs</strong> und seinem Studium des Tao befasst. Man erfährt ebenfalls wie er zu seinem Übernamen &#8220;Der grosse Weise, dem Himmel gleich&#8221; kam.</p>
<p>Das zweite Buch erklärt Hintergründe zu der Reise und von Tripitakas Aufstieg bis zum Mönch.</p>
<p>Die eigentliche Reise in den Westen beginnert erst mit dem dritten und grössten Teil der Geschichte.</p>
<p>Das Wesen, welches aus dem Stein schlüpft, wird unter dem Namen Son Goku (japanisch) oder Sun Wunkong (chinesisch) bei den Göttern bekannt und wohl auch berüchtigt: Er stellt allerhand Unsinn an, was bei einem Wesen seiner Stärke nicht ganz ungefährlich ist. Um ihn also mindestens etwas kontrollieren zu können, laden die Götter ihn ein, bei ihnen zu leben. Man muss nicht göttlich sein um zu sehen, dass das schief gehen muss.</p>
<p>Es endet damit, dass Sun Wunkong in ein Gefängnis geworfen wird, das von den Bergen umhüllt wird. Dort bleibt er fünfhundert Jahre lang gefangen.</p>
<p>Erst als Tripitaka von den Göttern in den Westen gesannt wird um von einem heiligen Ort in Indien Buddistische Schriftrollen nach China zu bringen, wird Sun Wunkong aus seinem steinernen Gefängnis befreit und Tripitaka als Beschützer mitgegeben. Ich bin mir nicht sicher ob es an den teilweise sehr lückenhaften Übersetzungen liegt, die ich finden konnte, doch scheint es nicht klar zu sein, ob der Affenkönig dem Priester von nun an aufs Wort folgte oder weiter Unsinn anstellte.</p>
<p>Persönlich würde ich auf letzteres tippen.</p>
<p>Die Lösung dafür ist ein Stirnband, welches die Göttin der Barmherzigkeit Sun Wunkong anlegt: Es hilft Tripitaka den Affen zu kontrollieren.</p>
<p>Weitere Begleiter auf der Reise sind Zhu Bajie, der oft als Schweine ähnlicher Dämon dargestellt wird, und ein Fluss Oger oder Kappa namens Sha Wujing. Später kommt noch der Sohn des Drachenkönigs dazu und wird zu dem weissen Pferd, das Tripitaka als Reittier während der Reise dient (im Manga von Minekura Katsuya ein kleiner, weisser Drache, der sich in einen Jeep verwandelt <img src='http://www.sammelpunkt.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Die Reise endet mit Kapitel 100, der Ankunft der Reisenden in Indien und dem Erhalt ihrer Belohnungen für die Strapazen.</p>
<p>&#8220;Reise in den Westen&#8221; wurde mehrmals in verschiedene Sprachen übertragen. Zu sagen, dass die Legende übersetzt wurde, wäre bei einer Sprache wie Chinesisch, die so viele Interpretationen zulässt, das falsche Wort. Viele der Schriftzeichen können je nach dem mehrere Bedeutungen haben, was 1:1-Übersetzungen fast verunmöglicht. Das heisst aber auch, dass es mehrere verschiedene Versionen gibt, unterschiedlich genau, unterschiedlich lang und unterschiedlich komplett.</p>
<p>Persönlich habe ich mehrmals versucht die Übersetzungen zu lesen, die sich möglichst genau an die chinesischen Texte halten, doch ich muss zugeben, dass ich nie lange durchhielt. Ich empfehle jedoch jedem Manga-Fan Kurzfassungen der Legende. Es macht einfach Spass, wenn man einen Manga durchblättert und selber die Paralellen zu den Erzählungen über die Reisen des Affenkönigs ziehen kann.</p>
<p>Besonders Manga- und Animefans werden dieser Geschichte immer wieder begegnen, auch wenn sie es vielleicht nicht sofort merken. Schliesslich ist &#8220;Die Reise in den Westen&#8221; ist eine der grossen vier Legenden aus China und viele Mangaka und Anime-Produzenten lassen sich davon inspirieren.</p>
<p>Man denke an <strong>Gensomaden Saiyuki</strong> von <strong>Minekura Katsuya</strong> oder <strong>Dragon Ball</strong> von <strong>Akira Toriyama</strong>. Grundverschieden? Sicher. Aber beide Geschichten haben den Ursprung in der Legende.</p>
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		<title>Papierhelden &#8211; Eine kurze Geschichte des Pulps</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 14:18:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>houdini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum reden immer alle über die Pulps? Was ist so besonders an den alten, bunten Schundheften, dass wir angehenden Geriatrie-Kandidaten keine Unterhaltung über phantastische Literatur führen können, ohne die Pulps zu erwähnen? Das hat allerdings gute Gründe. Beginnen wir am Anfang.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="thickbox" title="Pulp Heros - Doc Savage - Das Monster auf der Kuppel geschrieben von Kenneth Robeson" href="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/pulp-heros/kenneth-robeson-doc-savage-das-monster-auf-der-kuppel.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/pulp-heros/thumbs/thumbs_kenneth-robeson-doc-savage-das-monster-auf-der-kuppel.jpg" alt="Doc Savage - Das Monster auf der Kuppel" width="128" height="200" /></a>&#8220;Pulp&#8221; ist  ein englischer Ausdruck für den faseriger Holzbrei, aus dem Papier gemacht werden kann. Es ist kein sehr gutes Papier &#8211; es ist ungleichmässig, dick und vergilbt schnell &#8211; aber es ist billig. Die Erfindung dieses Billigpapiers und Fortschritte in der Drucktechnik im späten 19. Jahrhundert ermöglicht die explosionsartige Verbreitung von Unterhaltungsliteratur.</p>
<p>Ein Resultat  waren die amerikanischen Pulps, jene bunten und sensationalistischen Roman- und Storyhefte, welche als die eigentliche Geburtsstätte der modernen Trivialliteratur gelten. Als erstes Pulp gilt <strong>Argosy</strong>. 1896 kam die erste Nummer heraus, die nur Kurzgeschichten enthielt.</p>
<h3>Blütezeit</h3>
<p>Spannende Unterhaltung zu einem vergleichsweise kleinen Preis &#8211; das Konzept ging auf.<br />
Das Heft war sehr erfolgreich und wurde natürlich kopiert und kopiert und kopiert. Im Laufe der nächsten 10 &#8211; 20 Jahre führte der Kampf um die Lesergunst dazu, dass sich die Titel spezialisierten und sich eigentliche Genres herausbildeten: Abenteuer, Western, Crime, Romance, Fantasy, Science Fiction und Horror. Ganz so, wie wir das heute kennen.</p>
<p>Natürlich brauchte es ein möglichst attraktives Cover, um die Konkurrenz am Kiosk oder im Tabakladen auszustechen. Und was verkauft am meisten Hefte? Richtig &#8211; starke Helden und schutzbedürftige Frauen. Et voilà  &#8211; das klassische Pulp war geboren.</p>
<p>Inhaltlich gab es verschiedene Konzepte. Viele Titel brachten nur Kurzgeschichten, Novellen und Fortsetzungsromane in Episoden von immer wechselnden Autoren. Andere Titel präsentierten jeden Monat einen abgeschlossenen Roman. Ein wichtiges Feature vieler Pulps war die Leserkontaktseite, was Fans erlaubte Kontakt miteinander aufzunehmen. Daraus entwickelte sich das Fandom.</p>
<p>Die erfolgreichsten Helden wurden oft multimedial ausgewertet. Auch das ist nichts Neues. So gab es zum Beispiel vom Westernhelden <strong>Tom Mix</strong> die Pulpserie, Radiodramas, Schallplatten, Filme und später auch Comics. Ausserdem konnten die Eltern für die lieben Kleinen auch den authentischen Tom Mix-Hut kaufen. Es gab Ablegerserien, Prequels und Sequels, Relaunches und Remakes.</p>
<h3>Endgame</h3>
<p>Die goldene Zeit der Pulps dauerte von circa 1920 &#8211; 1949. Der Krieg, die damit verbundene Verteuerung des Papiers und die Abwesenheit von Autoren führten zu einem ersten Kahlschlag unter den Titeln. Nur die erfolgreichsten Titel überlebten. Aber gerade in der Schlussphase erreichten die Pulps in Punkto Aesthetik und Inhalt einen zweiten Höhepunkt.</p>
<p>Aber in den 50ern war dann für die meisten Pulps Schluss. Einige wenige Titel wurden als Slicks (Magazine mit besserem Papier, besserem Druck, besseren Autoren) weitergeführt (und sie sollten gegen Ende der 60er Jahre noch eine wichtige Rolle spielen bei der Evolution von Science Fiction). Das Paperback oder Taschenbuch übernahm die Rolle der Pulps, was dazu führte, dass der Roman zum Hauptmedium der Genreliteratur wurde.</p>
<h3>Schwanengesang</h3>
<p>In vieler Hinsicht gelten die deutschen Romanhefte als Nachfolger der Pulps. Die Nazis und der Krieg hatten die Entwicklung der Trivialliteratur unterbrochen und so ging es erst 1950 wieder so richtig los. Allerdings spielten die Kurzgeschichten zu der Zeit schon eine eher untergeordnete Rolle. Der klassische Heftroman ist entweder eine abgeschlossene Novelle oder eine abgeschlossene Episode einer Fortsetzungsgeschichte.</p>
<p>Im Gegensatz zu ihren Vorbildern in den USA, haben die Heftromane in Europa in ihrer ursprünglichen Form überlebt: Die Covers sind immer noch bunt und das Papier ist immer noch billig. Eine eingeschworene Fangemeinde hält das Romanheft am Leben, auch wenn ein Ende absehbar ist. Zu gross ist die Konkurrenz durch Manga, TB, Film und Games.</p>
<h3><strong>Ok, jetzt weiss ich das &#8211; und was hab ich davon? </strong></h3>
<h4>Erstens</h4>
<p>Batman, Tarzan, Philip Marlowe, der Punisher, Sandokan, Sam Spade, das Phantom, Hellboy, Ellery Queen, Cthulhu, Yojimbo, Zorro, Indiana Jones, Doc Savage, John Carter, das A-Team, Captain Future, the Shadow, Captain America, Simon Templar, James Bond, Conan der Barbar, Mike Hammer, der Hexer, Nick Carter, Nero Wolf, Buckaroo Banzai, Dr. Fu Manchu, Scaramouche, Perry Rhodan, Superman, Luke Skywalker, Buffy. Ich könnte die Liste ins Endlose weiterführen.</p>
<p>Und eine ganze Reihe von Autoren, ohne die Trivialliteratur heute nicht mehr auskommt. Zwischen viel Schund und noch mehr Belanglosem schafften es die Besten, über die Grenzen des Pulps bekannt zu werden. Im Schmelztiegel der industriell hergestellten Trivialliteratur entstand eine neue Form der Schreibe, sparsam und auf den Punkt: So machten zum Beispiel Dashiell Hammett und Raymond Chandler aus dem Krimi wieder eine Literaturform mit sozialer und literarischer Relevanz. Max Brand formulierte in seinen Western einen Gründungsmythos für das junge Amerika, der bis heute nachschwingt. Pulps konnten das.</p>
<p>Diese, und viele andere ehemalige Pulpautoren bilden das literarische Rückgrad des SammelPunkts. Ob Science Fiction, Horror, Fantasy, Western, Krimi oder Abenteuer &#8211; ihre Geschichten und Romane werden immer wieder neu übersetzt und gedruckt. Sie sind auch heute noch Inspiration für Leser und Schreiber.</p>
<h4>Zweitens</h4>
<p>Die Formeln, Konzepte und Archetypen der Pulpära erfreuen sich heute ungebrochener Beliebtheit. Der kostümierte Detektiv, die Geheimidentität von Superhelden, die Festung der Einsamkeit, der Gunfighter, der heruntergekommene Privatdetektiv und der Überlichtantrieb bei Raumschiffen &#8211; das sind alles Motive aus den Pulps. <strong>Star Wars</strong>, <strong>Indiana Jones</strong> und  die<strong>James Bond</strong>-Filme verstehen sich als direkte Hommage an die goldene Zeit der Pulps.</p>
<p>Auch die Covers der Pulps haben ihre Auswirkungen hinterlassen, was die Optik von Comics, Film und Unterhaltungsliteratur angeht. Das wirkt bis heute nach. Ganz schön retro.</p>
<h4>Drittens.</h4>
<p>Es existieren von vielen Pulpgeschichten Nachdrucke und deutsche Übersetzungen. In Form von Leihbüchern, Heftromanen und Taschenbüchern findet man Storysammlungen, Romane und Serien aus der Pulpära. Man muss sich also nicht die teuren Original-Pulps kaufen um in den Genuss dieser klassischen Geschichten zu kommen. Und wenn man sich dann doch einmal ein Pulp kauft, dann ist beim Lesen höchste Sorgfalt geboten, denn Pulppapier wird im Alter spröd und brüchig und jede Beschädigung mindert den Wert des Pulps.</p>
<p>Die wichtigsten Pulps:</p>
<h4><strong>Weird Tales</strong> (1923 &#8211; 1954)</h4>
<p>H.P. Lovecraft und Robert E. Howard sind wohl die bekanntesten Autoren aus dem legendären Pulp. Weird steht heute für eine ganz bestimme Art von Geschichte die Elemente aus Horror und Fantasy verbindet. Filmemacher, Künstler und Musiker lassen sich immer wieder inspirieren. Bei uns ist das nicht anders. Die Geschichten gibt&#8217;s bei Suhrkamp, Heyne, Terra Fantasy und Festa.</p>
<h4><strong>Black Mask</strong> (1920 &#8211; 1956)</h4>
<p>Dashiell Hammett, Raymond Chandler und Erle Stanley Gardner retteten den Krimi vor der endlosen Parade von Möchtegern-Sherlocks und den netten Krimispielereien der Reichen. Sie gaben das Verbrechen zurück an das Volk &#8211; hart gekocht.</p>
<h4><strong>Argosy All-Story Weekly</strong> (1896 &#8211; 1943)</h4>
<p><strong>Princess of Mars</strong> von Edgar Rice Burroughs war 1911 so etwas wie die Initialzündung für die Phantastische Literatur in den USA. Das war eine neue Art von Abenteuergeschichte, losgelöst von den Regeln unserer Welt und trotzdem irgendwie vertraut. Die Geschichte war ein riesiger Erfolg.</p>
<p>Der Poet Fredrick Schiller Faust drückte unter dem Pseudonym <strong>Max Brand</strong> dem Western Genre wortgewaltig einen mythologischen Stempel auf. Er definierte was einen richtigen Western ausmacht. Die begehrtesten deutschen Ausgaben von Max Brand sind natürlich die Leihbücher.</p>
<h4><strong>Amazing Stories</strong> (1926 -1995 und 2000 und 2006 (.es ist kompliziert))</h4>
<p>Das erste Pulp, das ausschliesslich Science Fiction druckte. Der Herausgeber war Hugo Gernsback, dem nachgesagt wird, dass er den Ausdruck Science Fiction erfunden hat. Für den begabten Tüftler und Erfinder war Science fast wichtiger als Fiction. Die Leser sahen das anders und bevorzugten Abraham Merrits Fantasygeschichten, Doc Smiths Space Opera und <strong>Buck Rogers. Mehr Fiction als Science. </strong></p>
<h4><strong>Astounding Science Fiction</strong> (1930 &#8211; heute (heisst heute Analog))</h4>
<p>Ab 1937 war John W. Campell der Herausgeber von Astounding. Er entwickelte Talente wir Isaac Asimov, Theodore Sturgeon, Robert A. Heinlein und A.E. van Vogt. Campell ermutigte seine Autoren über den Tellerrand hinwegzusehen und verlangte für seine Geschichten einen &#8220;Sense of Wonder&#8221;. So gross war sein Einfluss, dass es in den späten 60ern eine Revolution brauchte um Science Fiction wieder davon zu befreien.</p>
<h4><strong>Doc Savage</strong> (1933 &#8211; 1949)</h4>
<p>Der indirekte Vorfahre von Superman, dem A-Team und Buckaroo Banzai. Der bronzene Riese Clark Savage ist der ultimative Renaissance Mensch: Wissenschaftler, Martial Artist und Meisterdetektiv. und er hat fünf äusserst begabte Freunde, die im helfen jeden Fall zu lösen. 89 Abenteuer gibt es als Taschenbuch mit den legendären Covers von James Bama.</p>
<p>Das sind nur einige Beispiele. Die Pulpautoren haben die Basis gelegt für fast alles, was wir heute aus dem Bereich Unterhaltungsliteratur und -film kennen. Die Pulps haben die verschiedenen Strömungen der Literatur zusammengeführt, definiert, verdichtet und dann auch wieder aufgesplittert und zu dem gemacht, was sie heute sind.</p>
<p>Soviel zu der Rolle der Pulps. Ich hoffe ich kann den einen oder anderen Leser davon überzeugen, einen Blick zurück zu werfen. Unbekannte Schätze erwarten den mutigen Explorer.</p>
<p>Viel Glück<br />
Steve</p>
<p>(Kommentare, Korrekturen und andere Meinungen sind willkommen.)</p>


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		<title>Heftromane &#8211; die Zukunft von Gestern</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 14:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>houdini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommt mit auf eine Reise an den Anfang der Zeit. Fernsehen war schwarz-weiss und nach Mitternacht gab's nur das Testbild. Telephone waren aus Bakelit und so gross wie ein Toaster. Man diskutierte darüber, ob man den Frauen das Stimmrecht geben wollte und ich hatte den Heftroman entdeckt. Nach Comics, Kinderbüchern, Jugendliteratur, Klassikern war ich beim Heftroman angekommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Lust am Schund</h3>
<p><a class="thickbox" title="Science Fiction Heftroman - Perry Rhodan Nr. 83" href="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/science-fiction-heftromane/perry-rhodan-nr-83.jpg"><img class="alignright" src="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/science-fiction-heftromane/thumbs/thumbs_perry-rhodan-nr-83.jpg" alt="Perry Rhodan Nr. 83" width="138" height="200" /></a>In den frühen 70er Jahren waren Heftromane noch ein prominenter Teil jeder Kioskauslage. Die Mehrzahl der Titel waren für mich völlig uninteressant &#8211; Heimatroman, Arztroman, Schicksalsroman. Die älteren Kundinnen legten sich diese auf die Glückspost und die Hefte wurden von der Kioskfrau gerollt und &#8220;gegümmelet&#8221; &#8211; Glückspost aussen. Aber darauf kommen wir noch.</p>
<p>Hinter dieser geballten Ladung Romantik lockten dann die Objekte meiner Begierde &#8211; Science Fiction, manchmal Horror und vielleicht auch einen Western. In dieser Reihenfolge und jede Woche.</p>
<p>Natürlich gab es schon die respektableren Taschenbücher, aber die verlangten eine substantiell höhere Investition. In jeder Hinsicht. Science Fiction war in den späten 60ern erwachsen geworden: seriös und politisch &#8211; anspruchsvoll, oft deprimierend und eigentlich eher für Leute mit etwas mehr Lebenserfahrung geschrieben.</p>
<p>Nicht der Heftroman. Das bunte Cover spiegelte den Inhalt perfekt. Drin waren 64 Seiten Spannung und Drama, geschrieben in einer literarischen Kurzhand, die es einem erlaubte sich in Lichtgeschwindigkeit durch den Text zu fressen. Die Serien präsentierten Abenteuer in komplexen und exotischen Welten. Es waren kleine Fluchten im wöchentlichen Rhythmus.</p>
<p>So richtig los ging es aber erst, als ich am Stauffacher in Zürich ein Bücherantiquariat entdeckte (heute ist dort ein indisches Restaurant). Unten bei der Kasse war die Abteilung für Bibliophile und oben, auf einer wackligen Galerie standen Bananenschachteln &#8211; dutzende nebeneinander und randvoll mit Schundheften. Von gelesen bis zerlesen, aber alle noch farbig und einladend. Und jede Woche kamen neue hinzu. Und jede Woche transferierte einen weiteren Stapel zu mir nach Hause.</p>
<h3>Es droht Gefahr</h3>
<p>Als eine Lehrerin meine Leidenschaft entdeckte, schlug sie sofort Alarm. Man hatte sich zu dieser Zeit nämlich zur Meinung durchgerungen, dass Schundliteratur, und das war alles, was im Format des Heftromans herauskam, massiv zum zur Verwilderung der Gesellschaft beitrug. Leser von Schundliteratur waren soziale Aussenseiter, neigten zur Gewalttätigkeit und vorehelichem Sex und/oder Kommunismus. Das waren die Brutalos, der Gangsta-Rap und die Killer-Spiele meiner Jugend. Deshalb auch das &#8220;gümmele&#8221; am Kiosk. Man wollte sich ja mit dem Schundheft erwischen lassen.</p>
<p>Und die Argumente waren die gleichen, wie heute &#8211; genau die gleichen, von allen Seiten. Es gab ernste Zeitungsartikel und Diskussionen am Fernsehen, die vor der Gefahr der Schundheftli warnten. Tönt das bekannt?</p>
<h3><strong>Meine Eltern wurden zum Gespräch geladen.</strong></h3>
<p>Ich nicht. Ich weiss nicht, was an diesem Gespräch gesprochen wurde. Als meine Eltern wieder nach Hause kamen, war die Diskussion überraschend kurz und sie endete mit einem zusätzlichen, zweckgebundenen Budget für &#8220;richtige&#8221; Bücher! Die Romanhefte &#8211; mein Taschengeld &#8211; blieben meine eigene Angelegenheit. Toll, mehr Science Fiction. Mein Vater steuerte mich in Richtung Huxley, Orwell, Bradbury und Lem, aber ich hatte immer noch die Freiheit zu lesen was ich wollte.</p>
<p>Irgendwann wäre ich sowieso dort angekommen, auch ohne Intervention. Im Laufe der Zeit verdrängten Bücher die Heftromane. Ganz natürlich und ohne Zwang, weil das Format des Heftromans einfach zu eng wurde. In einem Anfall von übersteigertem Erwachsenenwerden, trennte ich mich zuletzt sogar von den Perry Rhodan Heften.</p>
<h3>Und 40 Jahre später?</h3>
<p>Ganz unten im Büchergestell stehen, dicht an dicht, Kartonschachteln für Wein (6er-Kartons passen perfekt). Der Inhalt ist längst getrunken. In den Schachteln befinden sich Science Fiction Heftromane. Nicht durcheinander, sondern geordnet und eingesargt (protection sleeves), und die schönsten Exemplare davon natürlich mit Board:  Etwa 250 der 400 ersten Perry Rhodan Romane und 200 der schönsten, kitschigsten und typischsten Science Fiction Heftromane aus vergangenen Zeiten, wegen der Covers.</p>
<p>Irgendwann hab ich begonnen, meinen inneren Nerd wieder zu schätzen und hab mir die Hefte neu eingekauft. Zuerst war es Neugier, ob die Teile noch funktionieren, dann die Wiederentdeckung eines alten Freundes.</p>
<p>Das beginnt beim Geruch. Der gehört zum Schundheft, wie das Popcorn zum Kino. Das grobe, billige Papier riecht nach Holz. Und dann das Cover. Meine Lieblingscover sind im Stil der 50er Jahre: Nierentisch, aerodynamische Raketen und die Astronautinnen mit konischen Push-up-BH&#8217;s. Die Zukunft von gestern oder vorgestern.  Besonders stabil waren Heftromane ja nie, aber das macht die Suche nach gut erhaltenen Exemplaren umso spannender.</p>
<p>Natürlich ist immer noch keine Literatur drin. Im besten Fall handelt es sich um spannend und kompetent geschriebene Unterhaltung, nach den gleichen Motiven, die heute noch populär sind, oder Übersetzungen von bekannten Romanen und Stories aus den USA. Aber um ehrlich zu sein, viele Hefte hab ich nur wegen des geilen Covers.</p>
<p>Die Jagd nach den verlorenen Schätzen der deutschen Pulps hält auch nach Jahren noch Überraschungen bereit. In den Heftromanen finde ich den Bodensatz des Science Fiction, den Nährboden für Star Wars, Star Trek und all die anderen Space Operas, die sich heute so grosser Beliebtheit erfreuen.  Und hier finde ich die ersten Schritte des deutschspachigen Science Fiction nach dem zweiten Weltkrieg, irgendwo zwischen &#8220;Schau Mutti, ich schreib jetzt auch im Weltraum&#8221;, bis zu &#8220;Das können wir doch besser&#8221;. Und ich bin sicher, es gibt noch viele Perlen zu entdecken.</p>
<h3><strong>Mein innerer Nerd hat Spass und darum geht es ja schliesslich.</strong></h3>
<p>Hier ist eine Liste der wichtigsten Science Fiction Romanheftserien, die normalerweise bei uns am Lager sind. Es lohnt sich einen Blick auf die Sammlung zu werfen.</p>
<table>
<thead>
<th colspan="2">Die wichtigsten Science Fiction Romanserien</th>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>
<ul>
<li>Atlan (1969 &#8211; 88)</li>
<li>Commander Scott (1975 &#8211; 76)</li>
<li>Gemini (1976- 77)</li>
<li>Luna Weltall (1956 &#8211; 60)</li>
<li>Maddrax (2000 &#8211; heute)</li>
<li>Mark Powers (1962 &#8211; 64)</li>
<li>Orion (1976 &#8211; 1978)</li>
<li>Perry Rhodan (1961 &#8211; heute)</li>
<li>Ren Dhark (1966 &#8211; 68)</li>
<li>Rex Corda (1966 &#8211; 67)</li>
<li>SF &#8211; Science Fiction (1972 &#8211; 74)</li>
</ul>
</td>
<td>
<ul>
<li>Sternenfaust (2005 &#8211; heute)</li>
<li>Terra (1957 &#8211; 1968)</li>
<li>Terra Astra (1971 &#8211;  86)</li>
<li>Terra Extra (1962 &#8211; 68)</li>
<li>Terra Nova (1968 &#8211; 71)</li>
<li>Terranauten (1979 &#8211; 81)</li>
<li>Utopia (1953 &#8211; 68)</li>
<li>Utopia Grossband (1954 &#8211; 63)</li>
<li>Utopia Kriminal (1956 &#8211; 58)</li>
<li>Utopia Magazin (1955 &#8211; 59)</li>
<li>Utopia Zukunftsroman (1957 &#8211; 58)</li>
<li>Zeitkugel (1974 &#8211; 78)</li>
<li>Zukunft Roman (1975)</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fantasy Genres</title>
		<link>http://www.sammelpunkt.ch/fantasy-genres/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 14:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>houdini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Genre]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiss nicht genau warum das so ist, aber wir Fans der Phantastischen Literatur lieben unsere Genres und Subgenres. Alles wird klassifiziert und zugeordnet. Ich geb zu, das ist praktisch in Diskussionen und Nerd Sessions. Wir neigen allerdings dazu zu übertreiben. Ein gutes Beispiel ist das Fantasy Genre. Da wimmelt es von Subgenres. Die faszinierenden Erlebniswelten sind geordnet nach Stimmung, Stil und Accessoires. Interessiert? 

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		<li><a href="http://www.sammelpunkt.ch/symphonie-des-grauens-ein-horror-quartet/" rel="bookmark">Symphonie des Grauens &#8211; Ein Horror Quartet</a><!-- (5.1)--></li>
	</ul>
</li>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann ist Schluss. Harry Potter hat sein letztes Abenteuer erlebt, Bella und Edi werden in den sanguinären Alltag geschickt und Frodo ist wieder zu hause (ok, dann folgen noch mal über 100 Seiten, aber dann ist wirklich Schluss). Natürlich kann man jetzt wieder von vorne beginnen. Aber auch dieses Ende ist absehbar.</p>
<p>Man könnte natürlich auf eine der vielen Alternativen im aktuellen Buchmarkt zurückgreifen, auf die vielen Nachahmungen oder Variationen, die von cleveren Verlagen für das gleiche Zielpublikum nachgeschoben werden. Die stehen dann im Regal gleich neben dem Original und schauen auch ziemlich gleich aus. Praktisch.</p>
<p>Oder man könnte sich vertrauensvoll an das Bücherantiquariat seines Vertrauens wenden, mit der Bitte: Find mir was im Stil von (hier setzt der geneigte Leser den Titel oder die Serie seiner Wahl ein).</p>
<h3>High Fantasy &#8211; die edle Helden</h3>
<p><a class="thickbox" title="Fantasy TB - Der Druide von Shannara geschrieben von Terry Brooks" href="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/fantasy-taschenbucher/terry-brooks-der-druide-von-shannara.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/fantasy-taschenbucher/thumbs/thumbs_terry-brooks-der-druide-von-shannara.jpg" alt="Der Druide von Shannara" width="126" height="200" /></a>Es gab eine Welt vor unserer Geschichte. Wir kennen sie aus unseren Legenden, Mythen und Märchen. Es ist eine Welt der Magie, eine Welt der grossen Schicksale und dem ewigen Kampf gegen das Böse. Dort könnten alle Rassen und Stämme in Harmonie zusammenleben, wenn nicht hinter dem Horizont die Bedrohung lauern würde. Einmal mehr liegt es am kleinen Mann (oder Frau) sich gegen diese Bedrohung zu wehren. Und so werden Bauern zu Helden und Frauen zu Prinzessinnen. Ich verrat nicht zu viel, wenn ich offenbare, dass das Gute siegt &#8211; mindestens bis zur Fortsetzung. Denn oft hat das Ganze die Form einer Fantasy-Seifen-Oper. Die Autoren halten uns mit einem interessanten Mix von Figuren bei Laune. Vorbild für dieses Subgenre sind Herr der Ringe oder König Artus, wobei die mythologischen Vorbilder je nach Autor variieren.</p>
<ul>
<li>Shannara &#8211;  Terry Brooks (23 Bände)</li>
<li>Das Rad der Zeit &#8211; Robert Jordan (31 Bände)</li>
<li>Belgariad und  Malloreon &#8211; David Eddings (10 Bände)</li>
</ul>
<h3><strong>Historische Fantasy &#8211; Geschichte, wie sie hätte sein können</strong></h3>
<p>Warum eine neue, alte Welt erfinden, wenn wir doch eine alte Welt haben, die nur darauf wartet neu interpretiert zu werden.</p>
<h3>Heroic Fantasy oder Sword and Scorcery &#8211;  die schmutzigen Helden</h3>
<p><a class="thickbox" title="Fantasy Buch - Conan the Swordsman geschrieben von L. Sprague de Camp, Lin Carter, Björn Nyberg" href="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/fantasy-bucher/l-sprague-de-camp-lin-carter-bjoern-nyberg-conan-the-swordsman.jpg"></a><a class="thickbox" title="Fantasy Taschenbuch - Conan the Swordsman - L. Sprague de Camp, Lin Carter, Björn Nyberg - Englisch" href="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/fantasy-taschenbucher/l-sprague-de-camp-lin-carter-bjoern-nyberg-conan-the-swordsman.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/fantasy-taschenbucher/thumbs/thumbs_l-sprague-de-camp-lin-carter-bjoern-nyberg-conan-the-swordsman.jpg" alt="Conan the Swordsman" width="121" height="200" /></a>Es gab eine Welt vor unserer Geschichte und die ist eigentlich ganz ähnlich wie die unsere. Geld regiert die Welt, die Mächtigen sind korrupt und im Notfall isst man schon mal sein Pferd. Die Probleme unserer Helden sind etwas kleiner: Eine leere Börse und eine flexible Position im Bezug auf  Eigentumsrechte sind ein guter Einstieg in das grosse Abenteuer. Ob als Barbar, Dieb, Abenteurer oder Söldner, der überlegene Umgang mit Waffen aller Art ist Voraussetzung für den beruflichen Erfolg in Heroic Fantasy.</p>
<ul>
<li>Conan &#8211; Robert E. Howard und diverse Autoren</li>
<li>Lankhmar &#8211; Fritz Leiber</li>
<li>Drenai &#8211; David Gemmel</li>
<li>Kane &#8211; Karl Edward Wagner</li>
</ul>
<h3>Dark Fantasy &#8211; die Anti-Helden</h3>
<p><a class="thickbox" title="Horror Vampir Buch - Necroscope III - The Source geschrieben von Brian Lumley" href="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/horror-bucher-vampire/brian-lumley-necroscope-iii-the-source.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://www.sammelpunkt.ch/wp-content/gallery/horror-bucher-vampire/thumbs/thumbs_brian-lumley-necroscope-iii-the-source.jpg" alt="Necroscope III - The Source" width="123" height="200" /></a>Diese Spielart der Fantasy bedient sich im Fundus des Horrorromans und des Märchens. Allerdings bezieht sich Dark Fantasy auf die Märchen, bevor sie von den Gebrüdern Grimm gereinigt und kindergerecht aufbereitet wurden. Der Wolf isst Rotkäppchen, die Meerjungfrau stirbt und so weiter &#8211; Hardcore. Tendenziell zielt Dark Fantasy ins Innere, vergleichbar mit Horror. Die Helden und Heldinnen sind Neurotiker, Zweifler und gequälte Seelen. Magie ist von der übelsten Sorte. So würde Herr der Ringe aussehen, wenn alle Rollen mit Golum besetzt worden wären.</p>
<ul>
<li>Cabal &#8211; Clive Barker</li>
<li>Elric &#8211; Michael Moorcock</li>
<li>Necroscope &#8211; Brian Lumley</li>
</ul>
<h3>Urban Fantasy &#8211; die Helden von Nebenan</h3>
<p>Was wäre wenn, jetzt und hier? Urban Fantasy ist Fantasy aus dem Augenwinkel. Die Magie findet überall dort statt, wo wir im Moment nicht hinsehen. Wo Fantasy normalerweise um jeden Preis vermeidet die Realität zu erwähnen, schlägt Urban Fantasy eine direkte Brücke und bringt uns die Fantasy gleich ins Haus. Urban Fantasy ist ein Plädoyer für kulturelle Vielfalt  und macht aus unserer urbanen Umgebung einen magischen Abenteuerspielplatz voller Geister, Engel und anderen Wesen der Zwischenwelt.</p>
<ul>
<li>Neverwhere &#8211; Neil Gaiman</li>
<li>Borribles &#8211; Michael de Larabeiti</li>
<li>Harry Potter &#8211; Joanne K. Rowling</li>
<li>Harry Dresden &#8211; Jim Butcher</li>
</ul>
<h3>Steampunk &#8211; Helden von Gestern</h3>
<p>Fantasy im Stil von Jules Vernes, H.G. Wells, Conan Doyle und Sax Rohmer. Dampfmaschinen treffen auf Quantenphysik und Magie. Die Kollision ist ein literarischer Schelmenstreich, eine quirlige Kombination von Fantasy, SciFi und guter alten Gaslicht-Nostalgie. Von Lesern für Leser, denn ein bisschen Vorwissen sollte man schon mitbringen. Aber, wer schon mit Kapitän Nemo gereist ist oder Kriminalfälle mit Sherlock Holmes gelöst hat, findet sich schnell zurecht. Trotzdem, oder gerade deshalb,  ist der Stern von Steampunk ist im Steigen. Das Publikum hat offensichtlich Geschmack gefunden, an der technokratisch-viktorianischen Spielart der Fantasy.</p>
<ul>
<li>Perdido Street Station &#8211; China Mieville</li>
<li>Dunkle Materie &#8211; Philip Pullman</li>
<li>League of extra-ordinary Gentlemen &#8211; Alan Moore</li>
</ul>


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	</ul>
</li>
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		</item>
		<item>
		<title>Sword and Sorcery &#8211; die andere Fantasy</title>
		<link>http://www.sammelpunkt.ch/sword-and-sorcery-%e2%80%93-die-andere-fantasy/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 14:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>houdini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Lord of the Rings und Harry Potter sind schuld. Aus dem verschupften Vetter des Science Fiction ist im neuen Jahrtausend der 600-Kilo-Gorilla der populären Medienlandschaft geworden. Die Jungmannschaft hat Fantasy für sich entdeckt und wird auch ausgezeichnet bedient. Voll im Trend sind zwei Subgenres des Fantasy - High Fantasy und Urban Fantasy. Gut so, aber wo bleiben die starken Männer?

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			<content:encoded><![CDATA[<p>High Fantasy oder Epic Fantasy &#8211; epische Geschichten in einer fernen Vergangenheit, in einer Welt, die von sagenhaften Rassen und Kreaturen bevölkert ist. Meistens geht es um nichts weniger, als die Rettung der Welt. Das sind moderne Mythen, voller edler Ritter und kämpferischen Heldinnen, die zum Träumen und Schwelgen einladen. Je nach Gusto, geht dann einmal etwas kriegerischer zu oder etwas romantischer. Galionsfigur und Schutzheiliger der Zunft ist J.R.R Tolkien mitDer Hobbit und dem Modell für High Fantasy schlechthin, Herr der Ringe.</p>
<p>Urban Fantasy &#8211; das ist die Kunst, Magie und Zauber in unsere Realität einzuflechten, oder gleich daneben. In vermuteten Zwischenwelten leben all die Figuren aus Märchen, Legenden und Mythen, die wir eigentlich als reine Phantasiefiguren hinter uns gelassen haben. Harry Potter hat aus dem Subgenre für Liebhaber, ein massenfähiges Ãœbergenre gemacht. Ob im Kino, in Buch- oder Heftform. Es wimmelt im Moment von Urban Fantasies. Während das jüngere Publikum sich die Harry Potter und Twillight-Bücher und -Filme reinzieht, finden reifere Personen ihren Urban-Fantasy-Kick bei Harry Dresden, Sookie Stackhouse und in den Werken von Neil Gaiman. Das Angebot ist vielseitig.</p>
<h3>Sword and Sorcery &#8211; Schwerter und Zauberei</h3>
<p>Doch bei all dem Hype um diese Fantasy-Superbestseller ging ein anderes Subgenre fast ein wenig vergessen &#8211; Sword and Sorcery. Schwerter und Zauberei &#8211; das war ein Rezept eines jungen texanischen Schriftsteller und Poeten namens Robert E. Howard, der während der grossen Depression in den 20er Jahren mit seinen Geschichten das Haushaltsbudget seiner Eltern aufbessern wollte. Mit seinen Geschichten schuf er das Modell und das Vorbild für alle weiteren Sword and Sorcery Geschichten.</p>
<p>Viele von Howards Geschichten spielen in einem erfunden Zeitalter, lange vor unserer Zeitrechnung &#8211; genau, wie Herr der Ringe. Aber da endet die Verwandtschaft. Denn Howards Geschichten verhalten sich zu Herr der Ringe, wie Für eine Hand voll Dollar zu Rauchende Colts: Antihelden statt Helden, Diebe statt Prinzen und unbeugsamer Wille statt Vorsehung. In Howards Universum ist nur ein toter Magier ein guter Magier.</p>
<p>Ein weiterer Unterschied: High Fantasy ist lang, sehr lang. So ein Epos braucht eben viel Platz, um sich episch entwickeln zu können. Sword and Sorcery hingegen, ist während der Blütezeit der Pulps entstanden und die Kurzgeschichte oder die Novelle war das Mass der Dinge. Entsprechend bietet Sword and Sorcery Abenteuer in konzentrierter Form, und Horror und Action und viele Schwerter, Aexte und Dolche.</p>
<p>Wer&#8217;s also lieber etwas dreckig mag und seine Helden weniger edel, soll sich doch einmal die folgenden Fantasyserien ansehen:</p>
<h4><strong>Bran Mak Morn, Solomone Kane, Kull und Conan</strong> von Robert E. Howard</h4>
<p><strong>Conan der Barbar</strong> ist der bekannteste von Howards Kreationen. Kein tumber Tor im Stil von Arnold Terminegger, sondern eine Raubkatze in Menschengestalt, von Beruf  Dieb, Söldner, Pirat und General. Kein Held, sondern ein Opportunist, skrupellos, aber nicht ohne Ehre. Und unglaublich stark.</p>
<p>Howard hat nur einige wenige Kurzgeschichten und eine Novelle um die Figur Conan geschrieben. Aber Conan wurde so berühmt, dass andere Autoren aufgeboten wurden, um die Geschichte fortzusetzen. Die Geschichten, die Echten und die Fortsetzungen, sind unter anderem bei Heyne erschienen.</p>
<p>Weitere Figuren von Robert E. Howard sind:</p>
<p><strong>Bran Mak Morn</strong> ist der letzte König der Pikten. Er kämpft für das Ueberleben seines Volkes gegen die Macht des Römischen Imperiums. Dafür ist ihm jedes Mittel recht, auch dunkelste Magie.</p>
<p><strong>Solomone Kane</strong> ist ein Puritaner zur Zeit von Königin Elisabeth der Ersten. Er ist kein Abenteurer, sondern ein religiöser Fanatiker &#8211; sein heiliger Zorn gilt der schwarzen Magie.</p>
<p>Und dann gibt es noch <strong>Kull</strong>, den denkenden Axtkämpfer, der es bis zum König bringt.</p>
<p>Die Stärke von Robert E. Howard ist seine Wortgewalt. Wo andere ganze Seiten brauchen, da zieht Howard den Leser mit einigen Worten in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los. Seine Geschichten wirken irgendwie authentischer. Im Gegensatz zu den vielen Verfilmungen haben die Geschichten die 80 Jahre seit ihrer Entstehung überdauert. Das sollte als Referenz eigentlich genügen.</p>
<p>Die Kurzgeschichten sind unter anderem bei Terra Fantasy erschienen.</p>
<h3><strong>Fafhrd und der graue Mausling</strong> von Fritz Leiber</h3>
<p>Fafhrd und der graue Mausling sind Schlitzohren und Helden wider Willen. Fafhrd  ist der gigantische Barbar aus dem Norden und der Mausling ein kleiner, listiger Dieb und gescheiterter Zauberlehrling. Ihre Abenteuer beginnen meistens ganz harmlos, aber in ihrer Welt ist nichts so wie es scheint und so legen sich die Zwei auch schon mal mit den Göttern an. List und Kraft lassen sie so manche aussichtslose Situation meistern.</p>
<p>Fritz Leiber hat sich in seiner langen Karriere vor allem als Horror- und SciFi-Autor einen Namen gemacht. Mit Fafhrd und dem grauen Mausling hat er das Konzept von Conan erfolgreich weiterentwickelt und vertieft.</p>
<p>Die aufregende Biographie des ungleichen Paars ist bei Heyne erschienen.</p>
<h3><strong>Elric von Melniboné</strong> von Michael Moorcock</h3>
<p>Der Hamlet unter den Sword and Sorcery Heroen ist Elric von Melniboné. Der Albinokönig der Dracheninsel kann nur mit Hilfe von Drogen und Schwarzer Magie überleben. Sein Schwert macht ihn zwar unbesiegbar, aber zerstört gleichzeitig seine Seele (vielleicht hatte Sauron eine Hand bei seiner Entstehung?). Elric ist ein tragischer Held, ein ewiger Champion und ein ewiger Verlierer.</p>
<p>Auf Deutsch sind die Romane bei Heyne erschienen.</p>
<h3><strong>Kane</strong> von Karl Edward Wagner</h3>
<p>Kane &#8211; der Name ist kein Zufall. Kane ist Kain, ein Mörder, Lügner und skrupelloser Intrigant. Hauptsache er erreicht sein Ziel. Kein netter Zeitgenosse. Und genau deshalb macht Kane so teuflisch Spass. Für einmal darf man Fantasy aus der Sicht des Bösewichts geniessen.<br />
Die Geschichten und Romane sind bei Bastei erschienen.</p>
<h3><strong>Druss</strong> von David Gemmel</h3>
<p>Druss und seine Axt &#8211; das ist Kombination, die man nicht gegen sich haben will. Das finden auch Sklavenhändler heraus, die seine Frau entführen. Sieben Jahre lang verfolgt Druss die Spur seiner Frau. Bis er sie schliesslich findet, wird aus Druss der Barbar, Druss die Legende und ein Imperium liegt im Staub. Es zahlt sich eben nicht aus, sich mit Druss und seiner Axt anzulegen.</p>
<p>Und Druss ist nur einer von vielen harten Männern und Frauen, die die Geschichte der Drenai durch die Jahrhunderte beeinflussen. Die Stories und Romane formen zusammen eine Chronik der Drenai.</p>
<p>Diese und andere Serien von David Gemmel sind bei Bastei erschienen.</p>
<p>Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl aus der fast 80jährigen Tradition des Sword and Sorcery Subgenres. Es gibt noch viel mehr zu entdecken.</p>
<p>Viel Vergnügen<br />
Steve</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Visionen &#8211; Phantastische Illustrationen</title>
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		<comments>http://www.sammelpunkt.ch/visionen-phantastische-illustrationen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 13:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>houdini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[1970]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kitsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Bild sagt mehr als tausend Wort. Was wäre ein Märchenbuch ohne Illustrationen, ein Romanheft oder Taschenbuch ohne das passende Cover? Zwischen Kunst, Werbegrafik und Kitsch haben unzählige Künstler die feineren Punkte der phantastischen Literatur visualisiert. Ein Blick lohnt sich.

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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Illustratoren</h3>
<p>Seit es die Volks- und Trivialliteratur gibt, versuchen die Graphiker und Künstler mit der Phantasie der Schreiberlinge mitzuhalten. Ihre Visionen der Zukunft, der Vergangenheit und jeder anderen Alternative haben nicht nur die Vorstellungen der Leser beeinflusst, sondern auch Filmemacher und Künstler, die mit ihren Filmen und Bildern und Comics der Literatur neue Impulse gaben. Es ist eine lange und fruchtbare Beziehung zwischen dem Wort und dem Bild (bewegt und unbewegt).</p>
<p>Manche Bücher kauft man eigentlich mehr wegen den Illustrationen und Titelbildern. Märchenbücher sind ein gutes Beispiel, oder alte (oder kunstvoll auf alt gemachte) Jules Vernes Ausgaben wegen den ganzseitigen Radierungen &#8211; auch Sherlock Holmes liest sich einfach besser mit den Illustrationen von Sidney Paget. In vielen Fällen lassen sich die Autoren und ihre Illustratoren nicht mehr auseinander dividieren: Lewis Carroll and John Tenniel, Oscar Wilde und Aubry Beardsley, Edgar Allan Poe und Harry Clarke, Robert E. Howard und Frank Frazetta.</p>
<p>Meine persönlichen Favoriten sind Arthur Rackham und Edmond Dulac. Der erste für seine gotischen Märchenbilder und Poe Illustrationen, der zweite für die liebevolle Darstellung der Charaktere aus 1001 Nacht.</p>
<h3>Cover Artists</h3>
<p>Kritiken verkaufen Bücher, aber Titelbilder verkaufen Taschenbücher und Romanhefte. Zwischen Werbegrafik und Kunst reduzieren die Titelbilder die feineren Punkte der Trivialliteratur in einfach greifbare Konzepte. Kein Wunder, dass in so manchem genrelastigen Büchergestell, unten links, eine Reihe von Kunstbüchern steht. Grossformatig erwachen die Visionen der Künstler so richtig zum Leben und sie erzählen eine eigene Geschichte. Hier einige der bekannteren Cover Artists und anderen Künstler:</p>
<p><strong>Roger Dean</strong> kennt man vor allem von Plattencovers der Gruppe Yes und den Bildbänden von Paper Tiger. James Cameron hat sich für die Welt Pandora kräftig bei Roger Dean bedient. Von den fliegenden Felsen, über die Drachen und Na&#8217;vi-Pferde bis hin zu den kreisförmigen Lavaformationen &#8211; alles von Roger Dean (auch wenn&#8217;s James Cameron nicht gerne hört).</p>
<p><strong>Frank Frazettas</strong> dynamische Covers spiegeln die unverbrauchte Kraft von Robert E. Howards Prosa und damit drückte er dem Heroic Fantasy seinen eigenen Stempel auf und beeinflusste die Aesthetik von Heavy Metal. Kein Fantasyfilm kommt in seiner visellen Umsetzung an den Stilikonen von Frazetta vorbei.</p>
<p><strong>Boris Vallejo und Julie Bell</strong> &#8211; das Künstlerehepaar malt sich am Liebsten gleich selber. Ihre Fantasy-Titelbilder orientieren sich an griechischen Vorbildern und präsentieren gebodybuildete Helden und idealisierte Frauen in Heldenpose.</p>
<p><strong>Alan Lee und John Howie</strong> werden vor allem mit einem Werk in Verbindung gebracht &#8211; J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe. Ihre Vision der Mittelerde diente als Grundlage für die erfolgreiche Verfilmung.</p>
<p><strong>Hans Ruedi Giger</strong> hat dem Science Fiction sein bestes Monster geschenkt. Neben dem Alien sehen alle anderen blass aus. Seine biomechanischen Wesen haben nicht nur die Optik von Science Fiction verändert, sondern Autoren zu neuen Kreationen inspiriert.</p>
<p><strong>James Bama</strong> ist eigentlich Westernkünstler, der im photorealistischen Stil die Menschen im Westen Amerikas (in der Vergangenheit und in der Gegenwart) festhält. Eine seiner Auftragsarbeiten waren die Covers für eine modernisierte Neuausgabe von Doc Savage in den 60ern.</p>
<p>..und viele mehr: Michael Whelan, Rodney Mathews, John Burns und Chris Foss sind über die Grenzen der phantastischen Literatur bekannt. Zu recht.</p>


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		<title>Symphonie des Grauens &#8211; Ein Horror Quartet</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 13:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>houdini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Horror war schon immer populär, aber  selten so populär wie in diesem Jahr. Hier ist ein Quartett des Grauens: Drei Autoren und eine Autorin, die mit ihren Geschichten das aktuelle Horrorgenre entscheidend beeinflusst haben. Wer also wissen will, wo die Autoren von True Blood, Fringe und Dexter ihre Ideen her haben, soll weiter lesen.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Horrorboom dauert jetzt schon ein paar Jahre. So richtig geht Horror ja nie weg. Ganz egal welches Genre gerade die Mainstream-Behandlung erfährt, guter Horror wird immer gelesen, gehört und gesehen. Im Moment wird es mir allerdings ein bisschen viel. Am Fernsehen, im Kino, auf DVD, Buch, Comic &#8211; alles sieht im Moment nach Horror aus. Horrorfantasy, Horror-Science-Fiction, Horrorkrimi, Horrorwestern, Horrorromanze, Horrormärchen &#8211; eigentlich alle Kombinationen, die man sich vorstellen kann und einige, die ich mir eigentlich gar nicht vorstellen will.</p>
<p>Macht nix, im grossen Ganzen ist das alles ja ganz unterhaltsam. Ich mag Sookie Stackhouse, Harry Dresden, Laura Blake und Bella Swan. Unterhaltsam, aber irgendwie auch sehr ähnlich &#8211; der Horror ist eher ein Stilmittel, das Beigemüse, um eine Romanze, einen Krimi oder Western zu verkaufen. Der Boom hat jedes Medium erfasst und wird wohl noch einige Zeit dauern. Normalerweise werden solche Trends gnadenlos zu Tode geritten. Mal schauen was draus wird.</p>
<p>Und hier sind die Schuldigen &#8211; ein Quartett von Autoren, die mit ihren Geschichten das aktuelle Horrorgenre geformt haben, und nicht Stephen King heissen. In ihrem Fundus bedienen sich die jungen Autoren heute, wenn sie Geschichten und Drehbücher schreiben.</p>
<p>Wir beginnen vor fast hundert Jahren.</p>
<h3>Kosmischer Horror</h3>
<p><em>H. P. Lovecraft</em> &#8211; Ich sag nur Cthulhu. Der populärste Autor der Weird Fiction hat mit seinen Geschichten um alte Götter und kosmischen Horror das Genre massgeblich beeinflusst. Geschrieben in den 20er und 30 Jahren, sind seine Texte sind nicht leicht zugänglich. Lovecraft bevorzugte einen altmodischen und umständlichen Stil, der schon zu seiner Zeit antik wirkte. Wer sich aber einliest, wird mit einer dauerhaften Gänsehaut belohnt, denn der sprachliche Wahnsinn hat Methode. Seine Geschichten sind eigentlich lange Gedichte. Jedes Wort treibt den Horror etwas tiefer unter die Haut. Ich beneide jeden Leser, der Lovecraft zum ersten Mal lesen darf.</p>
<p>Wer sich für das Phantastische interessiert, kommt um diesen Autor nicht herum. Lovecrafts Horror war so populär, dass daraus ein eigenes Subgenre entstanden ist. Seit seinem Tod wurden seine Geschichten zum Cthulhu-Mythos zusammengefasst und von anderen Autoren weitergeführt. Im Laufe der letzten 90 Jahren haben viele Autoren dem Meister des Unausprechlichen ihre Referenz erwiesen.</p>
<p>Natürlich versuchten und versuchen sich auch viele Filmemacher am Stoff, aber von einigen Ausnahmen abgesehen, demonstrieren sie eigentlich nur eines &#8211; Lovecraft muss man lesen, nicht sehen. Das gilt bis zu einem gewissen Grad auch für die Comics, aber über liebevolle Homagen kommen die meistens auch nicht heraus. Visuell hat wohl Hans Ruedi Giger am meisten zu bieten. In den 70er und 80er Jahren hat er sich intensiv mit Lovecraft beschäftigt und ihn neu interpretiert.</p>
<p>Aber zurück zum Wort: Robert E. Howard, Clark Ashton Smith, Robert Bloch, August Derleth, Ramsey Campell, Graham Masterson, Brian Lumley und Wolfgang Hohlbein sind die Gralshüter eines lebendigen und wachsenden Subgenres.</p>
<p>Der Cthulu-Mythos ist ein fester Bestandteil des Horrorgenres &#8211; zu finden, unter anderem, bei Suhrkamp, Heyne, Bastei und Vesta.</p>
<h3>Moderner Horror</h3>
<p><em>Richard Matheson</em> &#8211; Der legendäre Schriftsteller und Drehbuchautor ist seit den 50er Jahren einer der Schriftsteller, an dem sich andere Schriftsteller orientieren, wenn sie ihre Geschichten erfinden. Seine Schreibe war das Modell für Generationen von Horror und SciFi Autoren.</p>
<p>Wie hören sich folgende Referenztitel an? Twillight Zone, Der Omega Mann (I am Legend) oder Die unglaubliche Geschichte des Mr. C &#8211; Richard Matheson ist einer der Autoren, die den Horror überall dort finden, wo wir ihn nicht vermuten: in der eigenen Katze, im Toaster oder einer ganz normalen Zigarette. Er hat den Horror von den gotischen Klischees befreit und ist damit ein Voreiter von Stephen King und dem Science Horror Visionär Michael Crichton und damit natürlich auch von Akte X und all den anderen FBI Horrorshows.</p>
<p>Und trotzdem ist der Autor heute innerhalb der Szene eine weitgehend unbekannte Grösse. Das mag damit zusammenhängen, dass er a) alt ist und b) der Hauptteil seines Schaffens aus Kurzgeschichten besteht. Aber was für Kurzgeschichten! Matheson ist der Meister des Formats. Eine klare Sprache, ein kunstvoller Aufbau und präzis gesetzte Pointen. Matheson kriegt seinen Leser immer. Manchmal mit dem letzten Wort.</p>
<p>Matheson gibt es zu entdecken bei Heyne, Goldmann und Moewig &#8211; (wenn ihr Glück habt).</p>
<h3>Sinnlicher Horror</h3>
<p><em>Anne Rice</em> Die Horror-Mama aus New Orleans hat zwar schon 1976 ihre ersten Vampire interviewed aber ihr Einfluss ist im Moment besonders fühlbar. Sie ist so was wie der Dr. Frankenstein des gegenwärtigen Horrorbooms, weil sie den Vampir in das Genre der historischen Romanze transplantiert. Sie interpretiert den Vampir als ausgegrenzten und einsamen Antihelden, der am richtigen Leben nicht teilhaben kann. Und gerade deswegen, romantisch und erotisch.</p>
<p>Aber sie hat mehr zu bieten als postmoderne Gruselschnulze. Schon toll, wenn sie den Vampir so lückenlos in die urbanen Subkulturen unserer Zeit einfügt und damit den Untoten als Konzept wieder plausibel macht.</p>
<p>Die Autorin galt deshalb auch lange Zeit als die inoffizielle Schutzpatronin der Goths. Und sie macht sich für Gay Rights stark. Dieses Engagement hat dann auch dazu geführt, dass sie erneut aus der katholischen Kirche ausgetreten ist und das, obwohl sie unterdessen eigentlich nur noch religiöse Romane schreibt. Zum Beispiel eine Biographie von Jesus.</p>
<p>Anne Rice nahm dem Horror seine Scheu vor der Romanze und rückte das Thema Unsterblichkeit in den Fokus der Populärkultur.</p>
<p>Nachzulesen bei Fischer, DTV, Goldmann, Heyne, Weltbild, Hoffmann und Campe, Ullstein.</p>
<h3>Phantastischer Horror</h3>
<p><em>Clive Barker</em> &#8211; Der britische Schriftsteller, Regisseur und Künstler war so etwas wie die Vorhut der Britischen Invasion der 90er Jahre, welche Genreliteratur und Comics in den USA zünftig aufmischte. Clive Barker machte 1984/85 das erste Mal auf sich aufmerksam: Die Kurzgeschichten in der mehrteilige Anthologie Bücher des Blutes 1-6 schlugen ein, wie eine Bombe. Kein Wunder, das war Horror, wie man ihn schon lange nicht mehr gelesen hatte: Gegenwartsbezogen, plausibel und so richtig schön gemein.</p>
<p>Aber das war nur der Anfang &#8211; in den 90ern trieb er das Genre in Richtung Dark Fantasy. Er schildert eine Realität die so durchlässig ist wie ein Schweizer Käse. Und was kommt von aussen rein? Nicht weniger als Dantes Inferno, bevölkert von Brueghels groteske Menagerie und/oder archaischen Gottheiten. Traumwelten zwischen Alp und Feucht &#8211; gothisch-erotisch und touristisch bei uns noch weitgehend unerschlossen.</p>
<p>Und er hat Filme gedreht, was ihm in der heutigen Medienlandschaft zusätzliche Punkte geben sollte. Zum Beispiel Hellraiser.</p>
<p>Clive Barkers Geschichten bringen die Elemente der klassischen Mythologie zurück in den Horror, formal und inhaltlich, und rückt damit in die Nähe der Fantasy. Sehr düsterer Fantasy.</p>
<p>Gibt es bei Heyne, Bastei, Ed. Phantasie, Knaur und Bücherbund.</p>


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		<title>Planetenabenteuer</title>
		<link>http://www.sammelpunkt.ch/planetenabenteuer/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 13:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>houdini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Säbel und Laserpistole kämpft der Held gegen eine Horde von grünhäutigen Aliens, die seiner Freundin an die Wäsche wollen. Nein, das ist kein SVP-Wahlplakat der Zukunft, sondern das zentrale Motiv eines Subgenres des Science Fiction - dem Planetenabenteuer oder - Planet Romance.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Planetenabenteuer ist für den Science Fiction, was der Winnetou für den Western ist &#8211; ein geschätzter, aber manchmal etwas peinlicher Cousin. Es ist Science Fiction ohne jede Science. Stattdessen bedient sich das Planetenabenteuer im Fundus der Mythologie und Trivialliteratur.</p>
<p>Das geht so: Ein junger Mann, mit vorzüglichem Charakter, wird durch mysteriöse Umstände auf einen fremden Planeten versetzt. Auf diesem Planeten leben verschiedene Rassen eher schlecht als recht zusammen. Der junge Mann hat aber Glück und findet meist sehr schnell seine Traumfrau. Die wird ihm aber gleich wieder entrissen und es beginnt die Odyssee durch all diese, meist archaischen Kulturen. Dabei durchläuft der junge Mann auf der Suche nach seiner Traumfrau jede erdenkliche Abenteuerkarriere: Schatzsucher, General, Sklave, Rebell, Pirat, Nomade usw.</p>
<h3>Fluchtliteratur</h3>
<p>Das Planetenabenteuer verbindet alle Formen der Trivialliteratur zu einem exotischen Cocktail. Es ist das ultimate Crossover, eine Achterbahnfahrt durch die Gefilde des Westerns, des historischen Romans, des Fantasy und des Science Fiction. Es ist eine reine Pulpgeschichte, bunt, actionreich und dramatisch. Ob das funktioniert, hängt ganz von den Fähigkeiten des Erzählers ab.</p>
<p>Die besten unter ihnen nehmen uns auf einen exotischen und surrealistischen Abenteuertrip mit.</p>
<h3>Under the Moons of Mars<em> </em></h3>
<p>Unter diesem Titel erschien 1912 die erste Story von  Edgar Rice Burroughs im Pulp <em>All-Story</em>. In ihr begann ERB seine elfbändige Serie um den Erdmenschen John Carter auf dem Mars oder Barsoom, wie ihn die Einheimischen nennen. Die Geschichte war ein überwältigender Erfolg. Ein Jahr später erfand ERB dann noch den Tarzan und er war ein gemachter Mann.</p>
<p>Under the Moons of Mars war so etwas wie ein Startschuss für das Genre des Science Fiction. Leser entdeckten ihren Geschmack für interplanetare Abenteuer und verlangten nach mehr. Es sollte noch mehr als ein Jahrzehnt vergehen, bevor man Science Fiction als eigenes Genre wahrnehmen würde. Science Fiction entwickelte sich weiter und machte immer wieder den Versuch den naiven Cousin abzuhängen. Man wollte ernst genommen werden. Und trotzdem lässt sich das klassische Planetenabenteuer nicht totkriegen.</p>
<p>Andere Autoren haben dem Konzept im Laufe der Zeit ihren ganz persönlichen Stempel aufgedrückt und ihre Version des Planetenabenteuers präsentiert. Im Bazar des Science Fiction sind sie die Geschichtenerzähler, die Münchhausens, die Schausteller und Ausrufer. Und es ist kein Zufall das fast 70 Jahre nach Under the Moons of Mars der Kinofilm <em>Star Wars</em> zum erfolgreichsten Film aller Zeit wurde und damit einen weiteren Sci-Fi Boom auslöste. Die Lust am Abenteuer lebt&#8230;</p>
<p>Hier sind einige der klassischen Planetenabenteuern von englischen und amerikanischen Autoren, die auf Deutsch erschienen sind:</p>
<h4><em>Barsoom</em> von Edgar Rice Burroughs</h4>
<p><em>Die Prinzessin vom Mars</em> ist der erste Roman einer 11-bändigen Serie um den Helden John Carter, der auf dem Mars wohl jedes Abenteuer erlebt, dass man sich vorstellen kann. Leider wurden von dieser Serie nur einige Bücher übersetzt. Das wird sich sicher bald ändern, wenn 2012 der Film herauskommt. Bis dahin verweisen wir euch in die Englischabteilung.</p>
<h4><em>Venus</em> von Edgar Rice Burroughs</h4>
<p>Wenn&#8217;s einmal klappt, warum nicht ein zweites Mal? Mit <em>Piraten der Venus</em> wiederholt ERB das erfolgreiche Konzept gleich selber. Grosses Abenteuer unter dem grünen Himmel der Venus. 4 Romane sind bei Heyne erschienen.</p>
<h4>Almuric von Robert E. Howard</h4>
<p><em>Almuric</em> &#8211; keine Serie, sondern drei Novellen zu einem Roman zusammengefügt. Robert E. Howard drückt dem Planetenroman seinen eigenen, unverwechselbaren Stempel auf. Sein Held ist nicht der amerikanische Gentleman, sondern ein glückloser Boxer, der auf Almuric seine wahre Bestimmung findet, nachdem alle hemmenden zivilisatorischen Eigenschaften abgelegt hat. Wortgewaltig und mit einer grossen Portion Lovecraft-schem Horror. Deutsch bei Heyne.</p>
<h4><em>John Eric Stark</em> von Leigh Brackett</h4>
<p>Leigh Brackett wusste was cool ist. Als Drehbuchautorin legte sie in The Big Sleep Bogard und Bacall die besten Linien in den Mund. Ausserdem schrieb sie mit, an Rio Bravo, Hatari, The Long Godbye und The Empire Strikes Back. Wenn das keine Referenzen sind. Ihre Variation des Planetenromans ist eher schmutziges <em>Star Wars</em> als <em>Barsoom</em>, sozusagen Planet Noir. Und ganz nebenbei präsentiert sie mit <em>John Eric Stark</em>, einen der ersten schwarzen Science Fiction Helden. Terra Fantasy gebührt die Ehre, die Serie auf Deutsch herausgebracht zu haben.</p>
<h4>Michael Kane von Michael Moorcock</h4>
<p>Michael Moorcocks Serie sendet den Physikprofessor Michael Kane zurück in der Zeit und auf den Mars. Zum Glück war Fechten eines seiner Hobbies, denn er muss sich auf der Suche nach seiner neuen Freundin um den ganzen Planeten kämpfen. Moorcocks liebevolle Hommage an den Meister E.R.B ist ein rasanter Abenteuertrip. Erschienen bei Ullstein und Bastei.</p>
<h4><em>Kregen</em> von H. K. Bulmer</h4>
<p><em>Transit nach Scorpio</em> &#8211; Der Engländer H. K. Bulmer war der Trivialautor schlechthin. Unter dem Pseudonym Alan Burt Akers schrieb er bis zu seinem Tod 53 Bücher um den Helden Dray Prescot in der Tradition der Planetenromane. Der trivial-literarische Hans-Dampf-in-allen-Gassen fährt hier zur Bestform auf und sein Enthusiasmus übertragt sich auf den Leser. Es ist als würde man die aufregendsten Szenen aller Abenteuerfilme in eine Geschichte packen.</p>
<p>Und weil H.K. Bulmer im Western und historischen Roman genauso zu hause ist, wie im Seefahrtsroman und Fantasy, kann er das alles ausgezeichnet rüberbringen. Ob als Sklave, Gladiator, Pirat oder Rebell &#8211; Dray Prescots Abenteuer auf Kregen sind lustvolle und sinnfreie Fluchtliteratur.</p>
<p>Mein persönlicher Favorit für die Badewanne. Die Romane sind mehr oder weniger in sich abgeschlossen, aber in Zyklen unterteilt, die jeweils einen übergeordneten Handlungsbogen haben. Auf Deutsch sind 52 der Bücher bei Heyne herausgekommen. Mehr als auf English, wo nach 37 Büchern Schluss war.</p>
<h4><em>Callisto</em> und <em>Green Star</em> und Lin Carter</h4>
<p>Der Autor Lin Carter war ein komischer Vogel. Er begann seine Karriere als Fanbriefschreiber und fand in den 60ern seine Berufung als literarischer Recycler. Entweder vervollständigte er Romanfragmente aus dem Nachlass von verstorbenen Kollegen, oder er kopierte deren Stil und Konzepte in eigenen Geschichten. War er der ultimate Fan oder ein ruchloser Grabräuber?</p>
<p>Dabei hätte er mehr gekonnt. <em>Jandar von Callisto</em> und <em>Der grüne Stern</em> sind die jeweils ersten Romane von zwei Serien aus den 70ern, die sich als Hommage an ERB und die goldene Zeit der Pulps verstehen. Schwungvolle Fantasytrips. Herausgekommen bei Goldmann und Heyne.</p>
<h4><em>Gor</em> von John Norman</h4>
<p>Noch ein schräger Vogel: John Normans Serie beginnt wie die meisten Planetenromane. Der Englischprofessor Tarl Cabot findet sich unerwartet auf Gor wieder, einer phantastischen Welt mit vielen Rassen und Kulturen, die alle nicht miteinander auskommen. Spannend und abenteuerlich. Doch nach ein paar Bänden rückt das traditionelle Fantasy- und Abenteuerelement zugunsten von Dominations- und Bondagefantasien in den Hintergrund. Der sexuelle Subtext der Planetenromane wird zum Hauptthema. Sexuelle Rollenspiele ersetzen das muntere Abenteuertreiben.</p>
<p>Wenn schon Fluchtliteratur, dann aber gleich richtig, hat sich John Norman wohl gedacht. Was ihn in Deutschland natürlich auf den Index brachte, obwohl man bei Heyne die Texte massiv entschärfte. Die Romane geniessen trotzdem Kultstatus. 25 Bände Planetenbondage gibt&#8217;s bei Heyne auf Deutsch. Die Originaltexte natürlich wieder nur auf Englisch.</p>
<h4><em>Der Wüstenplanet</em> von James Herbert</h4>
<p><a class="thickbox" title="Science Fiction Taschenbuch - Der Wüstenplanet - Frank Herbert" href="http://www.14a.ch/sammelpunkt/wp-content/gallery/science-fiction-bucher/frank-herbert-der-wuestenplanet.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://www.14a.ch/sammelpunkt/wp-content/gallery/science-fiction-bucher/thumbs/thumbs_frank-herbert-der-wuestenplanet.jpg" alt="Wüstenplanet" width="126" height="200" /></a>Von den trivialliterarischen Aussenseitern zu einem der Schlüsselwerke des modernen Science Fiction &#8211; Dune, der Wüstenplanet (1965). Frank Herberts preisgekrönter Science Fiction Epos enthält all die Elemente, die einen guten Planetenroman ausmachen, hebt diese aber auf einen neuen Level: Der spannende Revolutionsroman spielt in einer komplexen und plausiblen Welt von erstaunlicher Tiefe.</p>
<p>Da sind Echos von 1001 Nacht, von Historie und Evolution. Spiritualität spielt eine wichtige Rolle. Und bei all dem spürt man beim Lesen den Sand zwischen den Zähnen. Der <em>Der Wüstenplanet</em> ist für Science Fiction, was <em>Herr der Ringe</em> für den Fantasy ist. Es folgten sechs Fortsetzungen von Frank Herbert. Seit seinem Tod führt sein Sohn Brian Herbert die Serie weiter.</p>
<p>Ausserdem gab&#8217;s und gibt&#8217;s Games, Spiele, Comics und einige ziemlich missglückte Verfilmungen. Die sind auch der Grund dafür, dass <em>Der Wüstenplanet</em> bei uns, ausserhalb dem Kreis von Eingeweihten viel zu unbekannt ist. <em>Der Wüstenplanet</em> ist auf jeden Fall eine Reise Wert. Ich sag nur: Avatar für Fortgeschrittene.</p>
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		<title>Eine kleine Geschichte des Western</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 12:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>houdini</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Klasssiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennt eigentlich noch jemand den Western? Vielleicht geht es euch wie mir - für mich ist der Western in erster Linie ein cineastisches Vergnügen. Da kenn ich mich aus. John Wayne, James Steward, Clint Eastwood sind Kindheitsfreunde. Mit Western-Literatur? Nicht so richtig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und das, obwohl in Anzahl Seiten der Western einen überproportionalen Teil unserer Lagerkapazität belegt. Leihbücher, Romanhefte und Taschenbücher zeugen von vergangenem Glanz.</p>
<p>Der Western hat sich von einem des populärsten und langlebigsten Genres zu einem Nebenschauplatz der Trivialliteratur entwickelt. Bei jüngeren Lesern haben Science Fiction und Fantasy seine Rolle weitgehend übernommen. Der Western ist eine Liebhaberei, und die jüngeren Leser sind in der Minderzahl. Ich will mehr wissen.</p>
<p>Also mach ich mich auf den Weg nach Affoltern. Dort wohnt Wyatt. Das ist natürlich nicht sein richtiger Name, aber ein Blick auf den Mann räumt jeden Zweifel aus dem Weg: Stetson, Backenbart, Lederchaps und natürlich die Boots. Er ist Reitlehrer, Reiseleiter, Hobby-Historiker für alles Amerikanische und der Western ist natürlich sein liebstes literarisches Vergnügen &#8211; ein Fachmann. Und er hat den Nachmittag freigenommen.</p>
<p>Die nächsten Stunden verbringen wir in seinem Büro, einer Mischung von Bibliothek und Museum. Ich stelle Fragen und er zieht Bücher aus dem Gestell und erzählt. Ich schreib mit, so gut ich kann, aber wir geraten immer wieder ins Fachsimpeln und Schwärmen (Ich bin leicht zu begeistern). Ich habe hier versucht einige der wichtigsten Punkte wieder zu geben, so gut ich kann. Falls es Fehler hat, sind das meine und nicht die von Wyatt.</p>
<h3>Der romantische Western &#8211; Karl May</h3>
<p>Die Entdeckung und Eroberung des wilden Westens war keine exklusiv amerikanische Angelegenheit. Das Experiment Amerika hat die ganze Welt zum Träumen gebracht. Neben den unzähligen Auswanderern aus allen Ländern, reisten Künstler, Abenteurer und Schriftsteller in den Westen, um sich selber ein Bild von der letzten grossen Grenze und den geheimnisvollen Indianern zu machen. Ihre Artikel, Bücher und Bilder versetzten Europa in ein eigentliches Westernfieber. Auf die Reiseberichte folgten auch in Europa schon bald die Abenteuerromane jeder Qualität, die im Wilden Westen spielten.</p>
<p>In Deutschland war es Karl May, der ab 1875 seine Leser mit frei erfundenen, aber gut recherchierten, Geschichten um den edlen Apachen Winnetou und seinen Freund Old Shatterhand. Was Karl May nicht wusste, das erfand er. Die Erzählungen in der Ich-Form waren so detailliert, dass viele Leser überzeugt waren, der Autor hätte die Geschichten selber erlebt. Karl Mays Wilder Westen ist der Wunschtraum vom Aufbau einer neuen Welt, fern vom konfliktreichen Europa (heute heisst so was Avatar und ist in 3D). Karl May legte mit Winnetou den Grundstein für die Tradition des deutschen Western.</p>
<p>In der Form von Jugend- und Heftromanen überlebte der romantische Western bis tief in die 70er Jahre hinein. Es gibt unzählige Romane und Serien. Besonders begehrt bei Sammlern sind Romanhefte und Leihbücher. Seit den 90er Jahren erlebt der romantische Western im Rahmen des New Age Booms ein kleines Revival. Im Zentrum steht jetzt die Spiritualität der Indianer. Es darf also wieder geträumt werden.</p>
<h3>Die Dime-Novel &#8211; Ned Buntline</h3>
<p>Aber das Fabulieren war nicht die alleinige Domäne europäischer  Schreibtischtäter. Ned Buntline war von Beruf Journalist und Schriftsteller in New York. Auch er träumte von den Weiten des Westens und in einem Mann namens William Cody sah er seine Chance. Mit einer Serie von Artikeln, Interviews und frei erfundenen Geschichten machte Buntline aus William Cody den viel berühmteren Buffalo Bill, dessen Wild West Show um die ganze Welt reiste.</p>
<p>Und er war nicht der einzige. Auch Billy the Kid, Wild Bill Hickok, Wyatt Earp und Jesse James wurden in den Zeitungen und Magazinen zu Legenden umgearbeitet. Die Geschichten hatten aber nur wenig Bezug zur Realität. Non-Stop-Action und Drama war angesagt: Frauen wollen gerettet werden, Bösewichte fanden ihren gerechten Lohn und Gerechtigkeit siegte. Dabei oszillierte die  Darstellung der Indianer zwischen dem blutrünstigen Räuber und dem edlen Wilden. Am kreativsten waren die Autoren aber im Bezug auf  grossen Namen des Westens: Ob gut oder böse, das waren Männer, die in ihren Stiefel starben. Die Gunfighters als Archetyp des Western waren geboren. Amerika hatte seine Wilhelm Tells gefunden.</p>
<h3>Die Western Pulps &#8211; Max Brand und Zane Grey</h3>
<p>Diese beiden Bestseller-Autoren legten zu Beginn des letzten Jahrhunderts das Fundament für den modernen Western. Das zentrale Element ihrer Geschichten ist das Land und sein Einfluss auf die Figuren. Das gewaltige Land ist mehr als nur Hintergrund, sondern ein eigentlicher Akteur, mit grossem Einfluss auf die Handlung. Und eine grosse Kulisse verlangt nach grossen Figuren. Brand und Zane, ihren Dime-Novel-Kollegen sprachlich überlegen, orientierten sich an klassischen Vorbildern. Ihre Vision vom Leben an, auf und hinter den Grenzen war so bestechend, dass sie den Mythos Western für alle folgenden Generationen definierten.</p>
<p>Max Brand und Zane Grey stehen für den klassischen Western. Normale Menschen werden durch die Umstände zu grossen Taten bewegt. So was eignet sich natürlich fürs Kino und so wurden viele ihrer Romane verfilmt. Sie gehören zum Western, wie Hammett und Chandler zum Krimi. Ihre besten Romane, Novellen und Kurzgeschichten wurden auf Deutsch übersetzt.</p>
<h3>Der authentische Western &#8211; G.F. Unger und Robert Ullmann</h3>
<p>Zurück nach Deutschland. Bis zum zweiten Weltkrieg dümpelte der deutsche Western im Fahrwasser des Uebervaters Karl May und nach dem Krieg war alles anders. Auch der Western erlebte eine Renaissance, allerdings hatte der romantische Western als Unterhaltung für Erwachsene ausgedient. Auf den Schultern von Brand und Zane machten sich deutsche Autoren daran, den Western zu entzaubern und neu zu interpretieren. Authentizität war angesagt. Die neue Generation der deutschen Westernschreiber wollte spannende Geschichten erzählen und dabei die Wahrheit sagen &#8211; über Indianer, Bürgerkrieg und Räuber-Barone. Ein paar Jahre später erfasst dieser Trend durch den Italo-Western auch das Kino.</p>
<p>G.F. Unger und Robert Ullmann sind die Referenznamen (eigentlich Verlagspseudonyme) wenn es um den authentic Western geht. Die Autoren fanden den richtigen Mix aus Abenteuer und Realismus. Nachzulesen gibt es das in den klassischen Leihbüchern, Heftromanen und Taschenbücher. Die Auswahl ist riesig.</p>
<h3>Der Historische Western &#8211; J. F. Cooper und Michael Shaara</h3>
<p>J.F. Cooper ist einer der Begründer der amerikanischen Literatur. Bei uns ist er vor allem für  den historischen Romanserie Lederstrumpf bekannt, die ab 1823 heraus kam. Die Geschichte um einen Grenzgänger zwischen Weiss und Rot in der Zeit der Kolonisation wird eigentlich nicht als Western gehandelt. Und trotzdem könnte sie als Model für den aktuellen Western dienen. Seit Michael Shaara, der 1974 den Roman Killer Angels veröffentlicht hat, ein penibel recherchiertes Dokudrama über die Schlacht von Gettysburg, bewegt sich der Western wieder in Richtung historischer Roman. Es ist als wollten die Westernautoren für die historischen Sünden ihrer Stammväter bezahlen (man vergleiche &#8220;Der mit dem Wolf tanzt&#8221;). Seither sind auch Jesse James, Wyatt Earp, Buffalo Bill und Billy the Kid der historischen Behandlung unterzogen worden. Mit überraschenden Resultaten.</p>
<p>Und hier stoppt der Artikel abrupt, weil ich a) nix von dem, was im Moment so in den aktuellen Bücherregalen steht, gelesen habe und wir b) ein Antiquariat sind und wir alte Bücher sowieso lieber haben.</p>
<p>Wyatt hat noch viele andere interessante Geschichten erzählt, über die Geschichte, Autoren und Künstler des Western Genres. Davon ein anderes Mal mehr.</p>
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